"Die Töpfe"

Zur “Topfparade”

800 qm Grundstück sind natürlich irgendwann ausgereizt, man findet keinen Platz mehr für Neuerwerbungen. Vielfach fehlt es bei Neubaugrundstücken (wobei unser Haus ja schon ein “Altbau” ist - Baujahr 1981) auch an spezifischen Pflanzplätzen, z. B. für Schattenpflanzen (Hostas). In den 80er Jahren und davor wurden die Grundstücke anders angelegt als heute. So manches läßt sich natürlich auch umgestalten, aber auch dann brauchen die Pflanzen Zeit zur Entwicklung. Da es auf unserem Grundstück leider nur sehr, sehr wenige Schattenplätze gibt, kultiviere ich den größten Teil meiner Hostas in Töpfen. Dadurch habe ich den Eingangsbereich mit Pflanzen beleben können, mehrere Töpfe stehen im Garten verteilt (in den Beeten, am Zaun, zwischen Gehölzen).

Und jetzt wird sicher das Argument kommen: die müssen doch auch gegossen werden. Selbstverständlich muß man hier ab dem Frühjahr immer mit der Gießkanne die Runde machen. Aber irgendwann wird das so selbstverständlich, daß man es gar nicht als Last empfindet. Auch hier muß ich wieder meinem Mann danken, der unermüdlich diese Aufgabe meistert. Er hat ebenso viel Freude an den Pflanzen wie ich.

Neben den Hostas habe ich auch viele Sorten Taglilien in Töpfen, denn auch hier sind einfach die Beete pflanzplatzmäßig erschöpft.

Ich möchte Ihnen hier ein paar Tips geben, wie Sie Ihre eigenen Töpfe entsprechend präparieren können.

Das wäre als erstes der Topf/Kübel an sich: Egal, ob Sie sich für einen Tontopf, einen Terracotta-Kübel, einen Holztrog, eine Zinkwanne, oder ganz einfache Kunststoffgefäße entscheiden, jedes Gefäß muß über entsprechende Wasser- Abzugslöcher verfügen. Bei vielen Pflanzgefäßen sind diese schon vorgegeben, bei indidviduellen Gefäßen (z.B. eine Zinkwanne, ein alter Holzbottich, auch manche Plastikgefäße etc.) ist dies nicht der Fall. Dann sollten Sie entsprechend große bzw. viele Löcher in dieses Gefäß bohren.

Jetzt ist die Drainageschicht gefragt: Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, z. B. Steine, Tonscherben, Kies, oder aber auch Weinkorken! Ich habe mich für diese Möglichkeit entschieden - natürlich auch in Hinblick auf die Tatsache, daß für uns der Wein ein Essensbegleiter und darüber hinaus ein wohlschmeckendes Getränk ist und somit die anfallenden Korken einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden. Korken haben aber auch den Vorteil, daß sie ohnehin schon schwere Terrakottatöpfe nicht noch schwerer machen! Und um die ganze Sache noch etwas zu erleichtern, füllt man die Korken (das gilt natürlich auch für andere Materialien) z. B. in eine alte Strumpfhose oder man legt ein Vlies bzw. Zeitungspapier (kein Illustriertenpapier) darüber. Dadurch schafft man eine sog. Wurzelsperre, d. h. die Wurzeln können nicht unkontrolliert wachsen und sich im Topf ausbreiten und dadurch das Wachstum der Pflanze nach oben verhindern.

Kommen wir zur Erde:

Heute gibt es für fast jede Pflanze eine spezielle Erde. Eigentlich ist das gar nicht nötig. Ich kultiviere seit Jahren meine Pflanzen (und manche sind seit mehr als 4 Jahren in derselben Erde!!) in einem Gemisch aus 1/3 Blumenerde (keine spezielle, ganz einfache, billige Blumenerde) und 2/3 guter Gartenerde (evtl. mit Komposterde angereichert). Diese Mischung hat den Vorteil, daß die Erde im Topf bei länger anhaltender Trockenperiode nicht so schnell austrocknet und bei länger dauernden Regenfällen nicht sumpfig wird und dadurch die Wurzeln faulen läßt. Empfehlenswert ist ein Langzeitdünger (zwar etwas teurer, aber dafür auch kontrollierbar = wenn noch Kügelchen in der Erde beim Umtopfen sichtbar sind, braucht die Pflanze keinen zusätzlichen oder neuen Dünger).

Sie sehen, so kompliziert oder aufwendig ist die “Pflanzen-Topfkultur” gar nicht. Das Hauptproblem besteht eigentlich in der Überwachung bzw. Versorgung im Winter. Ein Gärtnermeister hat mir einmal gesagt, daß die meisten Topfpflanzen nicht erfrieren, sondern vertrocknen! Und hier ist natürlich Gefühl gefragt: wann wieviel Wasser?

Auch ich habe selbstverständlich Niederschläge hinnehmen müssen; aber inzwischen bringe ich meine Topfpflanzen gut über den Winter.......

Neben den Hostas und Taglilien kultiviere ich auch Sträucher, Stauden und Gehölze in Kübeln. Und eigentlich gedeihen alle prächtig....

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